Was läuft falsch bei den Providern?

Nach der letzten Infoveranstaltung stellte sich ein recht klare und offene Kritik an den Providern heraus, speziell an deren fehlender Kommunikation zurück zu uns. Marco Westenberg von der Deutschen Glasfaser hat sich dafür mehrfach auch im Namen der Provider entschuldigt. Was ist hier los?

Nun, für die Provider ist das Thema recht neu: nicht die Technik, aber das spezielle Klientel mit neuen, speziellen Tarifen und jeder Menge Ausnahmen und neuen, anderen Prozessen in der Abwicklung. Dazu kommt, dass die Anbieter teilweise rechts überholt worden sind von den Aktionen in den Gemeinden. Es freut uns natürlich, dass die Gemeinden so euphorisch und engagiert sind und das sollten sie in keinem Fall abbrechen! Aber natürlich erschwert das ebenfalls die Koordination aller Parteien.

Und weiterhin: den Providern kann kein neues Geschäft garantiert werden. Kommen die 40% nicht zu Stande, hat man Einiges dazu gelernt, viel Zeit investiert und keinen Cent Umsatz gemacht. Natürlich werden die Provider nicht ihr gesamtes Callcenter auf diese Aktion ausrichten – auch sie haben halt ein Tagesgeschäft und Bestandskunden. Je nachdem, wo wir dann anrufen werden wir halt auf Callcenter-Mitarbeiter treffen, die nicht einmal von der Aktion gehört haben. Speziell wenn wir uns selber durch die Hotlines durchtelefonieren.

Bitte nicht falsch verstehen: ich will hier niemanden in Schutz nehmen, ich versuche nur eine Erklärung abzugeben, warum es derzeit einfach nicht so rund läuft und dass wir hier keine Inkompetenz oder mangelndes Engagement unterstellen sollten. Dass eine Firma Zeit und Geld in eine Region investiert, in der die Umsatzchancen hinter einer 40%-Hürde stecken, halte ich persönlich für sehr engagiert und ist auch sicherlich den Erfahrungen und dem Engagement der Deutschen Glasfaser zu verdanken, die es geschafft hat die Provider zu aktivieren, mit sich zu reissen und an eine gemeinsame Vision glauben lässt. Man konnte mir in persönlichen Gesprächen auch glaubhaft versichern, dass den Anbietern das Thema alles andere als egal ist.

Daher unsere Bitte: investieren Sie Ihre Zeit nicht in das Kritisieren der Provider und der schlechten Prozesse. Helfen Sie bitte mit, gemeinsam mit der Deutschen Glasfaser und den Providern, diese Prozesse zu verbessern. Wir sind als die Ersten leider die Pioniere: alles, was bei uns gelernt wurde wird in Zukunft in anderen Gemeinden besser laufen. Das ist aber kein Grund alles zu verteufeln, vielmehr sollte uns das allen ein Ansporn sein zu demonstrieren, dass wir uns von organisatorischen Problemen in keinem Fall aufhalten oder behindern lassen werden.
Sie haben Angst dass die Provider damit überfordert sind? Auch das können wir verstehen! Aber: was wir dann hier verkennen ist, dass wir hier selber fast kein Risiko eingehen müssen:

  • Keine 40%: kein Vertrag, keine Kosten!
  • Telekom-Leitung: behalten wir, wir könnten jederzeit zurück.
  • Kosten (in 2 Jahren): vergleichbar mit Telekom Call&Surf Comfort
  • Installation umsonst, Modem umsonst: Installation bleibt für immer, wenn einmal vorhanden

Das wesentliche kapitale Risiko haben uns andere abgenommen, wir können uns quasi ins “gemachte Nest” setzen. Wann findet man so etwas schon mal? Die Provider haben mit Formalitäten zu kämpfen, aber das ist machbar  – wir müssen jetzt signalisieren, dass wir für unsere Gemeinde einen Schritt in Richtung Zukunft gehen wollen, indem wir die 40% schaffen.

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