Stichtag vorbei – wie geht es weiter?

Am 15.07.2013 lief die von der Deutschen Glasfaser gesetzte Frist aus. Nach Betrachtung der letzten Veröffentlichung ergibt sich ein gemischtes Bild: einige Ort haben die Marke von 40% erreicht. In den meisten Orten haben sich die Bürger organisiert und eigene Aktionen gefahren. Diejenigen Orte und Bürger, die zum Stichtag nun noch keine 40% erreicht haben sollten, aber noch nicht den Kopf in den Sand stecken. Zum einen müssen noch alle Verträge bearbeitet werden, die sich im Umlauf befinden. Neben der eigentlichen Zählung gilt es auch die Unterlagen auf Form und Plausibilität zu prüfen, daher müssen wir immer mit einigen Tagen Verzögerung rechnen.

In vorherigen Situationen gab es auch in einigen Orten eine Verlängerung der Frist. Ob es eine solche geben kann und für welche Orte diese in Frage käme ist uns derzeit leider nicht bekannt. Die Initiativen sind in jedem Fall aufgefordert mögliche Alternativen für Ihren Ort auszuloten und diese direkt mit der Deutschen Glasfaser abzustimmen.

Eine Unterstützung seitens der Politik und der Öffentlichkeit kann dabei nur förderlich sein. Daher: wenn Sie Glasfaser als positive Option für Sie und Ihren Ort sehen, bitte unterstützen Sie die Arbeit der Bürger vor Ort. Wenn sich im Ort eine positive Tendenz für das Projekt abzeichnet, wird die Deutsche Glasfaser hier sicherlich zu weiteren Gesprächen bereit sein.

10 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Weiß jemand näheres, zum
    1. Wieso der Ortsteil Karken, im Gegensatz zu Kempen, Haaren, Kirchhoven und Obspringen nicht mit in den Ausbauverteiler für das Glasfasernetz genommen wurde?

    2. Ob der Ortsteil Karken auch auf Berücksichtigung hoffen darf, zu einem späteren Zeitpunkt hinzugefügt zu werden?

    Gruß

    Frank

    • Hallo Frank,
      generell soll der ganze Kreis erschlossen werden – so der Plan. D.h. in Phasen bis 2015 werden (fast) alle Orte mit einer entsprechenden Kampagne behandelt und müssen dort die 40%-Grenze erreichen. Wie die Orte verteilt oder zusammengefasst werden und in welcher Reihenfolge dies geschieht wissen wir leider nicht.
      Der letzte uns vorliegende Plan enthielt Karken leider nicht für 2013. Eine Planung darüber hinaus liegt uns auch nicht vor. Ich bin mir jedoch sicher, dass es – genau so wie in den anderen Orten – ein normales Verfahren für Karken geben wird mit Info-Veranstaltungen, Plakaten, Werbung, etc.

      In anderen Orten war es allerdings klug, sich vorab auf diese Phase vorzubereiten oder sogar aktiv Stimmmen zu sammeln – mindestens aber sich innerhalb der Bürgerschaft zu organisieren.

      Elmar

  2. Hallo.
    Kückhoven hat es ja offensichtlich geschafft. Kann mir jemand sagen, ob auch Neu-Immerath, welches ja direkt an Kückhoven liegt, ebenso damit eingeschlossen ist, oder ist es noch nicht erfasst worden ? (was mich wundern würde, da es ja ein komplettes Neubaugebiet ist).

    Danke für die Antworten.

    Gruß

    • Hi,

      also es besteht gerade bei Nachbardörfern von Ausbaugebieten die Möglichkeit, sich selbst zu engagieren und Vorverträge zu sammeln um sich damit zu qualifizieren, gleich mitausgebaut zu werden. Bestes Beispiel hierfür ist Tetelrath, die haben vorbildlich selber gesammelt und die Prozente erreicht und noch in Merbeck mit geholfen, da die Bedingung war, dass auch Merbeck es schaffen musste.
      Da Kückhoven es geschafft hat, bräuchte man in Neu-Immerath rein theoretisch nur Vorverträge sammeln und sich damit um das Glasfaserprojekt bewerben. Wie hoch die Prozentmarke für Neu-Immerath wäre, müsste man allerdings bei der Deutschen Glasfaser erfragen, denn ab welcher Anzahl von Haushalten 60% oder 40% nötig sind, können wir Ihnen leider nicht beantworten. Daher meine Empfehlung eine Bürgerinitiative gründen und zusammen mit Ortsvorsteher oder Bürgermeister Hand in Hand arbeiten und seine Mitbürger vom schnellen Netz überzeugen.

  3. Hallo,

    wie geht es jetzt weiter, sind alle Verträge gezahlt?
    Haben die Orte, die nur knapp unter 40 % liegen den noch eine Chance?

    • Hallo Bernd, nach unseren Informationen sollen die Ergebnisse in Kürze auch offiziell bekannt gemacht werden.
      Unserer Meinung nach haben alle Orte knapp unter 40% immer eine Chance und auch die anderen Orte sollten nicht kampflos aufgeben.
      Verschiedene Orte haben sich auch bereits schon an die Deutsche Glasfaser gewandt, um dort gemeinsam nach Möglichkeiten der Verlängerung zu suchen. Nach unserem bisherigen Kenntnisstand werden hier auch verschiedene Lösungen angeboten werden.
      Wir warten aber noch ab, bis diese von der Deutschen Glasfaser offiziell angekündigt werden.

  4. Nun ist es wohl offiziell.
    Auch in der Verlängerungsphase hat es Beeck (und schon gar nicht erst Wegberg) leider nicht geschafft hat, die erforderlichen 40% zu erreichen. Über die Gründe, warum dies so ist kann man letzten Endes nur spekulieren. Während man in vielen Foren immer wieder davon liest, dass der Ausbau des Breitbandnetzes in Deutschland zu langsam voran ginge (http://forum.spiegel.de/f22/zukunftsbremse-langsames-internet-die-schmalband-republik-93672.html) und einige Orte den Ausbau ihres Netzes notgedrungen selbst in die Hand nehmen (http://www.golem.de/news/essenbach-gemeinde-baut-ihr-glasfasernetzwerk-selbst-1308-100806.html), kann ich die Gleichgültigkeit meiner Mitbürger nur mit Erstaunen und Fassungslosigkeit zur Kenntnis nehmen obowhl offensichtlich doch entsprechender Bedarf besteht (http://www.wegberg.de/data/bekanntmachungen/2013_02_06_Pressetext_zum_Bedarf_1360165973.pdf).
    Aber auch von Seiten der Politik scheint kein besonders starkes Interesse am Thema zu bestehen. Auf meine Anfrage an alle im Wegberger Stadtrat vertretenen Parteien, inwieweit diese den Ausbau des Glasfasernetzes befürworten bzw. unterstützen, erhielt ich lediglich von zweien eine Antwort. Die beiden anderen schienen das Thema offenbar für nicht wichtig genug zu halten um zumindest eine Stellungnahme abzugeben. Zudem scheint mir auch das Interesse der beteiligten Provider relativ gering zu sein oder wie sonst ist es zu erklären, dass lediglich von fl!nk Informationsmaterial verteilt wurde während weder NetAachen noch die NEW aktiv um künftige Kunden geworben haben?

    Mein persönlicher Dank geht daher an alle, die sich persönlich mit Rat und Tat engagiert haben um die derzeit erreichte Quote zu erzielen. Ohne diese Personen läge dieser Wert sicherlich deutlich niedriger. Leider habe ich von den Aktionen einiger Initiativen erst bei organisierten Informationsveranstaltungen erfahren, dass diese sich bereits über Facebookgruppen organisiert hatten. Daher an dieser Stelle der Aufruf an alle entsprechenden Gruppen, diese öffentlich freizuschalten! Es soll immer noch Menschen geben, die, aus welchen Gründen auch immer – und dazu zähle ich mich persönlich ebenfalls – nicht bei Facebook angemeldet sind und dementsprechend nichts von den dort geplanten Aktivitäten erfahren.

    Interessanterweise hat die Telekom vor einigen Tagen den Ausbau des Breitbandnetzes angekündigt (http://www.rp-online.de/niederrhein-sued/kreis-heinsberg/nachrichten/schnelles-internet-fuers-ganze-stadtgebiet-1.3592136). Zufall? Auch in anderen Gebieten, in denen die Deutsche Glasfaser aktiv ist, sieht man ähnliche Aktivitäten (http://www.hs-woche.de/index.php?id=25&doc=13716). Seltsam auch, dass sich nach der anfänglichen Euphorie aus den Reihen der Politik über das Engagement der Deutschen Glasfaser, dieses Interesse nach kurzer Zeit offenbar deutlich zurückging. Ebenfalls seltsam mutet an, dass just zu dieser Zeit, die Telekom den Ausbau ihres Netzes ankündigte und dafür offenbar sogar von der Stadt Wegberg Fördermittel erhielt (http://www.aachener-zeitung.de/lokales/heinsberg/haushalt-der-stadt-wegberg-fuer-2013-ohne-beanstandungen-genehmigt-1.624118). Allerdings werden hier im Gegensatz zum Glasfaseranschluss bis ins Haus lediglich die Verteilerpunkte untereinander über Glasfaser angebunden. So bleibt es beim veralteten Kupferanschluss, der dann im besten Fall immerhin die Hälfte der Bandbreite erreichen soll, der mit einem direkten Glasfaseranschluss möglich wäre. Ob die versprochenen Datenraten am Ende tatsächlich bei allen Teilnehmern erreicht werden können, bleibt leider unklar. Immerhin wirbt die Telekom mit einer Bandbreite von „bis zu“ 50 Mbit/s im Download und lediglich 10 Mbit/s im Upload. Darüberhinaus kommt es im Zuge der Tarifumstellung ab 2016 zu einer Begrenzung des maximalen Datenübertragungsvolumens von 200 GB pro Monat. Wer mehr Daten herunterlädt, dessen Anschluss wird massiv gedrosselt und erreicht im besten Fall die bereits heute erreichbare Bandbreite oder muss mehr zahlen. Im Gegensatz dazu wurde von der Deutschen Glasfaser versprochen, dass diese weder heute noch künftig eine Begrenzung des Übertragungsvolumens plant, auch wenn sich in den Vertragsbedingungen eine entsprechende Ausschlussklausel findet. Ob sich dieses Versprechen auch in Zukunft halten lässt, muss sich allerdings erst noch erweisen.

    Letztendlich liegt es im Ermessen der Deutschen Glasfaser nun zu entscheiden ob sie das selbst gesteckte Ziel, 95% der Haushalte im Kreis Heinsberg mit Glasfaseranschlüssen auszustatten, weiter verfolgt oder nicht. Immerhin besteht nach wie vor das faire Angebot für alle die sich jetzt noch für einen Anschluss entscheiden, diesen zu einem Vorzugspreis zu erhalten. Ob dies jedoch ausreichen wird um die fehlenden Prozentpunkte aufzuholen und wie lange dieses Angebot aufrechterhalten wird, steht in den Sternen. Dem Unternehmen kann man dies nicht vorwerfen. Es muss sich wirtschaftlich rechnen, die Investitionskosten für den Glasfaserausbau – die im Millionenbereich liegen soll – zu übernehmen, die sich schließlich erst nach einigen Jahren amortisieren. Eventuell würde es helfen, sich mit Konkurrenten der Telekom zusammenzutun denn wie auf einer Informationsveranstaltung zu hören war, besteht bei diesen durchaus ein Interesse Anschlüsse eines bereits vorhandenen Glasfasernetzes zu mieten, ähnlich wie Vodafone und andere Anbieter dies mit bestehenden Telekom-Netzen bereits seit Jahren vormachen (http://www.heise.de/netze/meldung/Auftakt-fuer-VDSL-Kooperation-von-Vodafone-und-Telekom-748248.html, http://www.netzwelt.de/news/80330-1-1-vdsl-kooperation-telekom-dach-fach-update.html).

    Man wird abwarten müssen wie es nach den Sommerferien weitergeht.

  5. Hallo,
    ich habe auf Seite der DG gesehen, dass Granerath 41% erreicht hat. Aber wieso ist der Ort immer noch rot? Müssen hier noch mehr Leute unterschreiben?

    • Granterath ist mittlerweile blau und auf der Seite der Orte verschoben, die es geschafft haben. Allerdings besteht immer noch die Möglichkeit, dass die Leute aus dem Ort, jetzt wo die Vorgabe erreicht wurde, einen Vorvertrag zu machen, bis die Tiefbauarbeiten beginnen, bekommt man immerhin noch den Anschluss und die Box kostenlos, ebenso wird der Router kostenlos zur Verfügung gestellt und wenn ich mich nicht irre, gibt es dann immerhin noch 3 Monate statt 6 Monate die Grundgebühr geschenkt.

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