Zeichen der Solidarität in Scherpenseel

In Scherpenseel verliefen die Bauarbeiten für die Bürger bislang weitgehend reibungslos und ohne größere Bauprobleme. Da sich die Bauarbeiter vor Ort nun aber derzeit in einer unangenehmen Lage befinden, haben engagierte Bürger aus Scherpenseel und der Stammtisch Übach-Palenberg beschlossen auf Grund der guten Leistung der Bauarbeiter ein positives Zeichen der Solidarität zu setzen.

Die Bürgerinnen und Bürger haben sich dazu überlegt, beginnend mit diesem Freitag jeweils die Bautruppen auf der Straße aufzusuchen und Ihnen Speisen und Getränke zu reichen. Dies soll gegenüber den Arbeitern die Wertschätzung der Scherpenseeler Einwohner ausdrücken und natürlich auch, dass sie im Ort willkommen sind und dabei auch eine Zeit lang das Stadtbild des Ortes mit geprägt haben.

Ebenso überlegt man sich eine gemeinsame Aktion mit allen Helfern und Bauarbeitern zum Abschluss der Bauarbeiten. Konkrete Planungen dazu werden in Kürze mit den Aktionskreisen besprochen.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Is ja putzig.
    Die Deutsche Glasfaser und Ihre Sub- und Sub-Sub-Unternehmen sind doch für die Bezahlung zuständig. Und jetzt lasst Ihr Euch wieder vor den Karren spannen und versorgt die Arbeiter, nachdem IHR dafür gesorgt habt, die 40 % zu erreichen.
    Am besten geht Ihr noch mit der Sammelbüchse rum und sammelt den Lohn ein.

    • Tja, da scheint es doch tatsächlich noch sozial eingestellte Menschen zu geben, denen das Schicksal der Arbeiter nicht egal zu sein scheint. Gute Sache! Dort wird ja nicht fuer die DGF, vdDonk oder TPH gesammelt, sondern für die Betroffenen auf der Strasse selbst! Oder sind die Arbeiter es etwa selbst schuld an der Situation und verdienen keine Hilfe?
      Aber es muss ja immer wieder putzige Nörgler geben, die meinen solche Aktionen dann auch noch schlecht reden zu müssen.

      my2Cent

    • Hallo Hans-Gerd,

      wir reden hier weder über Lohnausgleich noch über einen korrektiven Eingriff in die Strukturen der Unternehmen. Es befinden sich eine Anzahl Menschen auf der Straße, vor den Türen der Einwohner und die Leute waren im Großen und Ganzen zufrieden mit der Arbeit. Für wen diese Leute arbeiten ist doch völlig egal. Wir haben den Arbeitern bei uns zu Hause in Gangelt auch Kaffee rausgestellt und etwas zu essen angeboten. Und da waren wir nicht die Einzigen. Warum auch nicht? Die Leute sind fremd hier, manche treten Ihnen sogar deswegen feindlich entgegen. Und ja: es waren auch überall schwarze Schafe dabei, aber eine gewisse Offenheit und Freundlichkeit steht sicherlich jedem gut zu Gesicht.
      Der einzige Unterschied ist hier, dass wir es jetzt einfach mal öffentlich machen – zu dieser Gelegenheit.
      Am Ende: solange wir privat das Angebot eines kommerziellen Anbieters unterstützen wird man uns immer nachsagen, dass wir vor den Karren gespannt sind. Die Unterstützung von unserer Seite erfolgt aber für das Angebot Glasfaser und nicht für den Anbieter.

  2. Zuerst war ich zugegebenermaßen auf 180 als ich ihren Kommentar las, das ist denke ich mal, wie nennt man das gleich, menschlich. Und ist genau das, was die Scherpenseeler Bürger mit ihrer Aktion aufzeigen. Dass es noch Mitgefühl und Menschlichkeit gibt, unabhängig davon wer denn nun Recht hat oder Schuld trägt.
    Das Glasfaserprojekt an sich ist nach wie vor eine RIESENCHANCE für den Kreis HS, diese Möglichkeiten wurden von anderen nicht angeboten, obwohl sich der Kreis, die Städte, die Gemeinden, Verbände, Unternehmer und Bürger darum bemüht haben oder den Wunsch nach einer schnelleren Internetleitung geäußert haben. Das sollte man bei allem nicht aus den Augen verlieren, dass das Projekt an und für sich immer noch der Unterstützung würdig ist!
    Die Klärung der Angelegenheit muss man schon den Beteiligten überlassen.

  3. Meiner Meinung nach spiegelt der Kommentar von Hans-Gerd wunderbar die Situation der Bauarbeiter wieder. Genau eine solche Sichtweise macht es überhaupt erst möglich, dass passiert was passiert ist. In beiden Fällen zeugt es von einer gehörigen Portion Egoismus, die Schuld auf diejenigen zu schieben die am wenigsten dafür können.

    Ich möchte die Initiativnehmer für ihr soziales Engagement und ihrer Menschlichkeit bedanken!

    Grüße, Sven

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